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Die Geheimnisse die Faszination und die Probleme der Ozeane werden in einer Reihe von Publikationen dargestellt. Auf dieser Seite stellen wir eine Auswahl an neuen und älteren, an deutschen und englischen Büchern und Artikeln zu meereskundlichen Themen vor. Wir freuen uns auf weitere Anregungen.
 

Fisch kaputt – Vom Leerfischen der Meere und den Konsequenzen für die ganze Welt
Charles Clover, Riemann Verlag 2005

Fisch ist auf der Speisekarte in Mode gekommen. Der weltweite Appetit auf die Früchte des Meeres nimmt von Tag zu Tag zu. Die Folge davon: Seit Beginn der industriellen Fischerei Anfang der 50er Jahre sind die Fischbestände in den Ozeanen um sage und schreibe neunzig Prozent zurückgegangen - bei allen relevanten Speisefischen von den Tropen bis zu den Polen. Der Journalist Charles Clover hat jahrelang weltweit recherchiert und schildert nicht nur die Fakten, sondern analysiert auch die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge.

Wer auch morgen noch Fisch essen will, muss heute dazu beitragen, die Zukunft der Bestände zu sichern. Diese Botschaft richtet sich nicht nur an Fischer, Manager und Politiker. Die Konsumenten, die nicht nach der Herkunft der Fische fragen, sind für die Überfischung ebenso mitverantwortlich wie der Skipper, der Quoten ignoriert und geschützte Bestände dezimiert.

Die meisten Fischbestände befinden sich in einem kritischen bis katastrophalen Zustand, und die modernen Fangmethoden fügen den Ökosystemen der Weltmeere oft schwere Schäden zu. Die Fischfangflotten der reichen Industrienationen sichern sich über Fischereiabkommen den Zugriff auf die Gewässer der Drittweltländer. Den heimischen Fischern vieler Entwicklungsländer nehmen wir damit die Lebensgrundlage.

Wissenschaftler und Umweltverbände fordern Schutzzonen zur Bestandserholung, Verringerung der Flottenkapazität und Herabsetzung von Fangquoten. Doch die mahnenden Stimmen verhallen meist ungehört. Und Otto Normalverbraucher konsumiert gedankenlos, favorisiert neuerdings Sushi, wählt Fisch auf den exklusiven Speisekarten der Gourmetlokale oder die pappigen Fischbrötchen von McDonald's.

Clover schildert die Probleme und zeigt Ansätze zu ihrer Lösung. Er besucht die wichtigsten Fischmärkte der Welt, spricht mit Fischern und Industriemanagern, erklärt die neuesten Methoden und Technologien des Fischfangs und der Fischverarbeitung, gewährt einen Blick in die Töpfe und Pfannen der Starköche, informiert über die wenigen, aber im konkreten Fall durchaus erfolgreichen Ansätze zur Rettung gefährdeter Bestände sowie über die Möglichkeiten und Grenzen der Aquakultur. Ein Ratgeber am Ende des Buches hilft bei der Auswahl der bislang nicht gefährdeten Fischarten.
(PR-Text)

 
 

Underwater Universe
Claudia u. Manfred Hochleithner, Edition Reuss, 2004

Dieses Buch ist eine Weltsensation! Es zeigt uns unbekannte Tiere und Lebensformen des Meeres und seiner Korallenriffe in atemberaubend schönen Unterwasserfotografien. Die Formenvielfalt und Farbenpracht der Lebewesen ist unglaublich und überwältigend. Ein Buch für alle, die das Staunen noch nicht verlernt haben und sich für Natur, Tiere, Meer oder Farben, Formen und Design interessieren und sich gerne inspirieren lassen.

Dieser Band lädt Sie ein, die schönen und bizarren Bewohner der Korallenriffe durch die Kameraobjektive der Unterwasserfotografen Dr. Manfred Hochleithner und Dr. Claudia Hochleithner zu betrachten. Aus Zehntausenden von Unterwasseraufnahmen der beiden Fotografen wurden mehr als hundert für den vorliegenden Band ausgewählt. Sie sollen den Betrachter, der sich noch nie in dieses Unterwasserreich gewagt hat, ebenso erfreuen, unterhalten und informieren wie den Sporttaucher, der es schon erkundet hat.

In den tiefsten Ozeanen und unergründlichsten Dschungeln leben zahlreiche ungewöhnliche Organismen, und das Gleiche gilt für unsere Korallenriffe - mit dem bemerkenswerten Unterschied, dass unsere Riff-Organismen leuchtend bunt sind. Wenn Sie die Bilder betrachten, werden Sie bemerken, dass viele Organismen Farbe und Struktur als Mittel einsetzen, um auf ihren Wirtsorganismen unentdeckt zu bleiben. Je komplexer eine Lebensgemeinschaft wird, desto komplexer werden auch die symbiotischen Beziehungen zwischen den Organismen. Es ist leicht nachvollziehbar, dass in geografisch isolierten Gebieten, wie etwa den Sea Mounts von Galapagos und Hawaii, Endemiten entstehen, doch auch in den Riffen im Korallendreieck gibt es zahlreiche endemische Spezies. Viele dieser selten gesehenen Lebewesen haben ungewöhnliche Erscheinungsformen entwickelt, die den kundigen Betrachter genauso täuschen können wie den unkundigen. Sie werden in diesem Band so manches Bild sehen, das jeder Beschreibung spottet!"
(PR-Text)

 
 
 

Defying Oceans End : An Agenda for Action
Linda K. Glover / Sylvia Earle / Graeme Kelleher, Island Press, 2004

If humankind were given a mandate to do everything in our power to undermine the earth's functioning, we could hardly do a better job than we have in the past thirty years on the world's oceans, both by what we are putting into it-millions of tons of trash and toxic materials-and by what we are taking out of it-millions of tons of wildlife. Yet only recently have we begun to understand the scale of those impacts.

Defying Ocean's End is the result of an unprecedented effort among the world's largest environmental organizations, scientists, the business community, media, and international governments to address these marine issues. In June 2003, in the culmination of a year-long effort, they met specifically to develop a comprehensive and achievable agenda to reverse the decline in health of the world's oceans.

As conservation organizations begin to expand their focus from land issues to include a major focus on preservation of the sea, it is increasingly apparent that we have to approach marine conservation differently and at much larger scale than we have to date. What's also clear is the magnitude and immediacy of the growing ocean concerns are such that no one organization can handle the job alone.

Defying Ocean's End is a bold step in bringing the resources needed to bear on this vast problem before it is too late. It offers a broad strategy, a practical plan with priorities and costs, aimed at mobilizing the forces needed to bring about a "sea change" of favorable attitudes, actions, and outcomes for the oceans-and for all of us. (PR)

The Editors

LINDA K. GLOVER is a marine scientist and Senior Marine Policy Advisor for Conservation International. She had 38 years of Federal service in a wide range of ocean research and policy areas.

SYLVIA A. EARLE is a marine biologist and has been an explorer-in-residence at the National Geographic Society since 1998. She has previously authored Sea Change (Putnam, 1995) and Atlas of the Ocean (National Geographic, 2001).

 
 
 

Wale beobachten -
Ein Leitfaden zum sanften Whale Watching in Europa und Übersee
Fabian Ritter, Conrad Stein Verlag, 2004

Wal- und Delfinbeobachtung ist zu einem weltweiten Milliardengeschäft geworden. Millionen Menschen gehen inzwischen jedes Jahr auf "Waljagd" mit der Kamera. Dieser boomende Tourismuszweig, obwohl als wirtschaftliche Alternative zum Walfang gepriesen, droht zunehmend selber zum Problem für die Meeressäuger zu werden. Nun ist ein Leifaden erschienen, der dem gewissenhaften Naturfreund die Mittel in die Hand legt, zwischen sanftem und unsanftem Whale Watching unterscheiden zu können.

In "Wale beobachten" (der Neufassung des gleichnamigen Klassikers, der seit langem vergriffen war), werden die rasante Entwicklung des neuen Tourismuszweigs "Whale Watching" geschildert und die verschiedenen Typen der Walbeobachtung (vom Boot, von Land, aus der Luft) analysiert. Der Verhaltensbiologe Fabian Ritter, seit vielen Jahren in der Whale Watching-Forschung tätig, beleuchtet eingehend, auf welche Art und Weise Walbeobachtungstouren die Tiere stören oder gar gefährden können – und was man als Tourist oder Bootsführer tun kann, um solch eine Störung zu verhindern. Praktische Tipps helfen, eine Reise zu den Walen gründlich zu planen und vorzubereiten. Außerdem enthält das Buch eine detaillierte Beschreibung der 31 häufigsten Wal- und Delfinarten, die sowohl auf die Biologie der Wale und Delfine eingeht, als auch die artentypischen Merkmale benennt. Daher ist "Wale beobachten" auch als Identifizierungshilfe sehr nützlich. Wertvoll ist darüber hinaus die Darstellung der besten Plätze zur Walbeobachtung in Europa und weltweit, inklusive genauer Angaben zu den anzutreffenden Arten und der Walbeobachtungssaison. Die praktische Anwendbarkeit "vor Ort" und das handliche Format machen dieses Buch zum Muss für jeden Whale Watcher.

Aus dem Inhalt:
Was ist Whale Watching? / Geschichte der Walbeobachtung / Fallbeispiele / Whale Watching - auf die sanfte Tour / Worauf muss man als Whale Watcher achten? / Praktische Tipps zur Vorbereitung, Ausrüstung und eigenen Aufzeichnungen / Die 31 häufigsten Walarten (Mit Zeichnungen vom Blauwal bis zu Flussdelfinen) / Die besten Plätze zur Walbeobachtung weltweit (vom Boot oder von Land aus) gegliedert nach Kontinenten und Ländern / Literatur- und Internet-Empfehlungen / Glossar.

Über den Autor:
Fabian Ritter ist Diplombiologe und studiert seit über 10 Jahren das Verhalten von Walen und Delfinen im Kontext des Walbeobachtungstourismus. Er ist wissenschaftlicher Leiter das preisgekrönten Forschungs- und Bildungsprojektes M.E.E.R. La Gomera. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen und zweier Bücher und setzt sich mit dem Verein M.E.E.R. international für den Schutz der Wale und Delfine ein.
(Verlag)

 
 
 

Tropische Meerestiere - Bestimmungsbuch für Taucher und Schnorchler: Rotes Meer, Seychellen, Komoren, Mauritius, Malediven, Thailand, Philippinen
Dieter Eichler, BLV Verlagsgesellschaft, 2004

Die Korallenriffe tropischer Meere sind der am dichtesten besiedelte Lebensraum unserer Erde. Die verwirrende Vielfalt unterschiedlichster Tiere und Lebewesen scheint unüberschaubar. Welche Tiere sind das? Wie leben sie? Warum kommen sie gerade hier vor? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen stehen in der Neuausgabe des Standardwerks Tropische Meerestiere - Bestimmungsbuch für Taucher und Schnorchler.

Dieter Eichler, weltweit auf seinen Tauchgängen mit Kamera unterwegs, zeigt hier die häufigsten Meerestiere des Indischen Ozeans und der angrenzenden Gebiete: Rotes Meer, Seychellen, Komoren, Mauritius, Malediven, Thailand und Philippinen. Er beschreibt wichtigsten Vertreter aus der Gruppe der Wirbellosen (z.B. Schwämme, Quallen, Korallen und andere Blumentiere, Schnecken, Muscheln, Würmer, Krebstiere, Seeigel, Seesterne) und der Fische, die den Schwerpunkt des Buchs bilden. Die Texte nennen Erkennungsmerkmale, Vorkommen, Lebensweise, Nahrung und Fortpflanzung. Von jeder Familie werden - je nach Bedeutung - 1 bis 14 Vertreter mit detailgetreuen Fotos vorgestellt. In einem weiteren Kapitel macht der Autor mit den Schwierigkeiten der Unterwasserfotografie vertraut und erklärt, wie man zu erstklassigen Bilder gelangt. Tropische Meerestiere von Dieter Echler ist ein leicht verständliches, umfassendes und fundiertes Bestimrnungsbuch, verfasst von einem profunden Kenner der Unterwasserwelt, der auf 30 Jahre intensive Tauchpraxis zurückblicken kann.
(Verlag)

 
 
 

Gefährliche Meerestiere erkennen
Biologie - Gefahren - Richtiges Verhalten - erste Hilfe
Dieter Eichler, BLV Verlagsgesellschaft, 2004

Hände weg von Zackenbarsch und Feuerfisch!
Schwebt der Drückerfisch vertikal übel- dem Meeresboden, dann ist es aus mit dem Frieden: Faszination angesichts der Schönheit und die Gänsehaut vor den in der Tiefe lauernden Gefahren liegen oft ganz dicht beieinander. Respekt vor der fremden Unterwasserwelt ist notwendig, will man als Taucher nicht unnötig in Gefahr geraten. Dieter Eichier informiert in seinem neuen Buch „Gefährliche Meerestiere erkennen“ umfassend und leicht verständlich über die Gefahren, die durch Meerestiere für Taucher und Schnorchier entstehen. Er gibt zunächst einen Überblick über die vielfältigen Waffen der Tiere, die mechanisch mit Zähnen, Stacheln oder Skalpellen und chemisch durch Nesselinjektionen, Giftstiche oder Giftpfeile gefährlich werden können.
Im Hauptteil des Buches stellt der Autor die Arten vor. Um im Notfall rasch helfen zu können, wird zu Beginn jedes Porträts kurz hingewiesen auf das Verbreitungsgebiet der Tierart, auf die Symptome, erste Hilfe und Hinweise für den Arzt. Anschließend informiert er über Biologie und das natürliche Verhalten der Arten, damit der Taucher Konflikten aus dem Weg gehen kann.
Das Spektrum reicht von den Schwämmen, Quallen und Korallen über Schnecken, Tintenfische, Seeigel und Seesterne bis zu Haien, Rochen, Muränen, Feuerfischen und vielen anderen Arten. Am Schluss des Buches gibt der Autor einen Überblick über die Erste-Hilfe-Maßnahmen, zum richtigen Verhalten bei Unfällen und eine systematischen Übersicht der Arten.
Gefährliche Meerestiere erkennen ist eine Pflichtlektüre für alle Schnorchier und Taucher, die unliebsame Erlebnisse vermeiden wollen.
(Verlag)

 
 
 

Warnsignal Klima - Genug Wasser für alle?
Jose Lozan und Coautoren

Das Problem der Wasserversorgung wird sich in der nächsten Zukunft weltweit stark verschärfen. Durch die Erwärmung der Erde ist bereits heute eine regionaleVeränderung des Wasserkreislaufs zu beobachten. Extreme Wettersituationen – Hochwasser und Überschwemmungen sowie trockene Perioden – werden häufiger. Die Wasserversorgung entwickelt sich in vielen Regionen der Welt nicht nur für die Landwirtschaft sondern auch direkt für die Bevölkerung zu einem gravierenden Problem. Mit der Klimaänderung werden sich die Wasserreserven (Gebirgsgletscher, Flüsse und Seen sowie Grundwasser) gravierend verändern. Die Gebirgsgletscher, die für die Wasserversorgung eine wichtige Rolle spielen, nehmen in ihrer Größe ab. Viele kleine Gletscher sind bereits verschwunden, so dass die davon abhängigen Flüsse nur während der Regenzeit Wasser transportieren. Der Schnee bleibt eine kürzere Zeit liegen.

Während viele südliche Regionen wie im mediterranen Raum und in Nordafrika immer trockener werden, nehmen die Niederschläge in Deutschland zu. Diese Zunahme der Niederschläge ist besonders stark in den Wintermonaten; sie betrug zwischen 1971 und 2000 rund 35%. Auch durch die Zunahme der Wetterextreme Überschwemmungen (Elbe, Oder, Rhein, Donau) und Hitzeperioden wie im Sommer 2003 mit vielen Tausenden Toten sind wir hier direkt betroffen. Die größte Herausforderung der nächsten Jahrzehnte der Menschheit ist aber die weltweite Anzahl von Menschen ohne gesicherten Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen drastisch zu reduzieren. Bereits heute hat ein Fünftel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Aufgrund der Klimaveränderung und Zunahme der Weltbevölkerung droht die Sicherung des Menschenrechtes "Genug Wasser für alle" das Problem Nr. 1 unserer Gesellschaften zu werden.

Aufgrund der Klimaänderung und der Intensivierung des globalen Wasserkreislaufs sowie der Zunahme der Weltbevölkerung wird in der Zukunft die Wasserversorgung das Problem Nr. 1 für unsere Gesellschaft sein. Mit Beteiligung von rund 120 Autoren aus führenden Institutionen in Deutschland, Österreich, Russland, Schweiz und Schweden wird das Problem der Wasserversorgung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Das Buch (400 Seiten, EUR 34,-) ist an einen großen Interessentenkreis gerichtet, nämlich alle, die daran interessiert sind, das Wasser für kommende Generationen zu sichern, besonders Studierende, Lehrer und Wissenschaftler sowie Umweltorganisationen.
Bestellung (versandkostenfrei): jllozan@t-online.de
Tel./Fax. 0 40-4 30 40 38
http://www.rrz.uni-hamburg.de/Warnsignale

 
 
 

Quallen -Gefährliche Schönheiten
Thomas Heeger, Neuauflage 2004 Hirzel-Verlag

Die meisten Urlauber finden sie eklig, die glibberigen Meeresuntiere. Quallen vermiesen mit ihren brennenden Tentakeln entweder die Lust am Badevergnügen oder als schleimige Überreste das erholsame Sonnenbad am traumhaften Sandstrand. Dabei sind Quallen faszinierende Geschöpfe, die es seit 600 Millionen Jahren schaffen, sich erfolgreich gegen andere Tiere durchzusetzen. Anmutig gleiten sie durchs Wasser, wobei sie sich im kalten Polarwasser genauso wohl fühlen wie in tropischen Meeren. Sie haben eine enorme Regenerationsfähigkeit und schnallen in schlechten Zeiten den Gürtel einfach enger. Ihre Gifte gehören zu den stärksten im Tierreich, sie können schon in winzigen Mengen und innerhalb kürzester Zeit tödlich sein.

Thomas Heeger hat sich in seinem Buch nicht nur wissenschaftlich mit diesen gefährlichen Schönheiten befasst, sondern auch in ästhetisch überzeugender Form. Er informiert über die spannende Biologie der Quallen und stellt gleichzeitig ihre Anmut und bezaubernde Schönheit dar. Die Fotografien suchen auf diesem Gebiet ihresgleichen. Der Kieler Meeresbiologe Thomas Heeger hat über viele Jahre hinweg Großquallen in ihrem Lebensraum beobachtet. Nach sechs Jahren als Professor an der San Carlos Universität in Cebu/Philippinen leitet er heute eine philippinische Exportfirma und setzt sich für Verbesserungen im Handel mit tropischen Meeresorganismen ein
(Verlagstext)

 
 
 

Der Schwarm
Frank Schätzing, Kiepenheuer & Witsch, 2004

Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss.

Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor.

Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.

Das globale Katastrophenszenario, das Frank Schätzing Schritt für Schritt mit beklemmender Logik entfaltet, ist von erschreckender Wahrscheinlichkeit. Es basiert auf so genauen naturwissenschaftlichen und ökologischen Recherchen, dass dieser Roman weit mehr ist als ein großartig geschriebener, spannungsgeladener Thriller. Das Buch stellt mit großer Dringlichkeit die Frage nach der Rolle des Menschen in der Schöpfung. Mit "Der Schwarm", seinem sechsten Buch, hat sich der Kölner Bestsellerautor Frank Schätzing in die erste Reihe großer internationaler Thriller-Autoren geschrieben. Ein seltenes Ereignis in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. (Pressetext)

• "Frank Schätzing rettet den deutschen Thriller." (Hamburger Abendblatt)
• "Faszinierende Mischung aus Realität und wirklichkeitsnaher Spekulation. Selbst Autoren wie Grisham und Turow schreiben nicht besser als Schätzing." (Berliner Morgenpost)
• "Hinreißende Dialoge! Schätzing entwirft Figuren, die den Leser in ihren Bann ziehen." (Dresdner Neueste Nachrichten)
• "Ein Kölner Autor schickt sich an, den großen Namen im Thriller-Genre Konkurrenz zu machen." (Kölner Stadt-Anzeiger)
• "Das Meer kämpft zurück!" (tageszeitung)

 
 
 

Deep Blue
Philip Wilkinson, Gerstenberg, Verlag 2003

Atemberaubend schön sind die Ozeane - und geheimnisvoll. Deep Blue spürt diesem Geheimnis nach und gewährt einen Einblick in verborgene Welten. Von den Küsten bis in die dunkelsten Tiefen der Meere hat sich eine endlose Vielzahl an Lebewesen entwickelt.

Faszinierende Bilder zeigen, wie eine ganze Armee Blauer Soldatenkrabben sich aus dem Sand gräbt, wie Killerwale auf Beutefang gefährlich nah an den Strand geraten, wie der Blattfetzenfisch sich im Tang verbirgt und Tölpel im Sturzflug ins Meer tauchen. Bei Nacht zeigt sich das Gorgonenhaupt im Korallenriff und traumhaft schön leuchten Plankton und Quallen. In den dunkelsten Regionen, fast am Meeresboden, lebt ein schaurig-schöner Fisch, der Schwarze Angler.

Deep Blue hält die eindrucksvollsten Filmbilder des gleichnamigen, von der BBC produzierten Kinofilms fest und liefert im Text die Sachinformationen zu diesen Szenen. Dadurch wird das Buch zu einer Einführung in die moderne Meeresbiologie. Die ideale Ergänzung zum Film, für die ganze Familie. (Pressetext)


 
 
 

Die Welt der Korallen
Yossi Loya und Ramy Klein 2003. Jahr Verlag

Dieses Buch ist unterteilt in neun Kapitel. Es fängt an mit: Der Entstehung der Korallenriffe, über die verschiedenen Korallen (Steinkorallen, achtstrahlige Korallen), ökologische Störungen im Riff, Symbiosen, die Wirbellosen des Korallenriffs, die Fische des Korallenriffs, ein Blick in die Vergangenheit der Riffe sowie die menschlichen Aktivitäten am Korallenriff. Also ein systematisch aufbauendes Buch mit reichen Illustrationen. Wissenswertes schön und allgemein verständlich dargestellt. (Amazon-Rezension)

 
 
 

Sanfte Riesen. Das rätselhafte Sterben der Meeresschildkröten.
Osha Gray Davidson. 2003. mare Verlag

Als Osha Gray Davidson vor Jahren im so genannten Turtle House vor Maui tauchte, entdeckte er am Meeresboden einen imposanten Fels - und traute seinen Augen nicht, als der vermeintliche Steinbrocken plötzlich zu schweben begann. Vor ihm erhob sich, sanft und majestätisch, eine Meeresschildkröte, die ihn freundlich und neugierig betrachtete. Über dieser bewegenden Begegnung lag der Schatten einer Bedrohung, deren Geschichte zurückgeht bis in den Dezember 1936. Damals machte der Kurator des New Yorker Aquariums eine seltsame Entdeckung: Der Körper einer Meeresschildkröte war mit Auswüchsen übersät. Er gab der Krankheit einen Namen - Fibropapillomatose, kurz "FP" -, ihr Rätsel aber löste er nicht.

Knapp 70 Jahre später geht das Gespenst FP in allen Weltmeeren um Meeresschildkröten auf dem ganzen Globus verenden an einer Epidemie, die ratlos macht. Osha Gray Davidson erzählt von dem verzweifelten Bemühen, einem mysteriösen Feind Einhalt zu gebieten, und nähert sich dabei den sanften Riesen auf sehr persönliche Art. Er erzählt uns von den Menschen, die ihr Leben den Schildkröten verschrieben haben, die sie in einer eigens gegründeten Rettungsstation pflegen. Und er nimmt uns mit zu den Tieren selbst: zu den übermütigen Halbstarken und den weisen Großmüttern, zum treuen Clothahump und zu Buddy, der in der Station gerettet wird. Zum ersten Mal erfährt das dramatische Schicksal der Meeresschildkröten eine umfassende und wissenschaftlich fundierte Darstellung. "Sanfte Riesen" ist sowohl ein liebevolles Porträt der archaischen Meeresbewohner als auch ein alarmierendes Plädoyer für einen veränderten Umgang mit den Ozeanen - in denen es vielleicht schon bald keine Meeresschildkröten mehr gibt. (Klappentext)

 
 
 
 

Ostsee. Das Meer in unserer Mitte.
Christoph Neidhart 2003. mare Verlag

Die Ostsee ist das einzige Meer, dessen Anrainerstaaten allesamt zu Europa gehören. Und dennoch: Weil uns für ein paar Jahrzehnte ein Großteil des Ostseeraums hinter dem Eisernen Vorhang vor tieferen Einblicken verborgen wurde, war uns vieles rund um dieses "Meer in unserer Mitte" in den letzten Jahrzehnten aus dem Blickfeld geraten.

Doch die über viele Jahrhunderte zuvor gewachsenen Gemeinsamkeiten sind durch die Jahre der Trennung nicht weniger geworden. Und nachdem Polen und die baltischen Staaten unmittelbar vor dem Eintritt in die Europäische Union stehen, wird man hier zu Lande dem Ostseeraum wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Und die hat er verdient! Nicht nur viele erkundenswerte Reiseziele hat die Ostsee zu bieten, deren deutsche Seebäder sich heute zu neuem Glanz aufputzen. Auch kulturell hat Europa dieser vielgestaltigen Region viel zu verdanken: die Philosophie Kants oder Kierkegaards etwa, die Musik Griegs oder Sibelius', die Literatur Strindbergs oder Ibsens und, und, und.

Christoph Neidhardt hat die Länder, Städte und Inseln des Ostseeraums aus vielerlei Perspektiven in den kundigen Blick genommen und berichtet lesenswert von vielen verschiedenen Orten in und an der See der Idyllen und Ideen. Von den verschiedenen Sitten und Bräuchen, vom Trinken und Essen, vom Schwitzen in Saunen und von den Wellen der Macht, die rund um und in der Ostsee bisweilen heftiger tosten als die Meereswellen es je taten. (Amazon-Rezension)

 
 
 

Die besten Wrack-Tauchplätze der Welt
Egidio Trainito 2003. Jahr Verlag

Wracks gleichen prächtigen Schaustücken in einem riesigen Unterwassermuseum. Sie laden ein zu einem Streifzug durch die Geschichte, erzählen von Handelsflotten, Kriegsschauplätzen, heftigen Stürmen, tragischen Momenten und glücklichen Ereignissen.
Dieses Buch stellt einige der schönsten Wracks aus allen Teilen der Welt vor. Sie sind zu einem festen Bestandteil der Unterwasserlandschaft geworden und von bunten Korallen, Schwämmen und anderen Meeresbewohnern besiedelt. Von Scapa Flow im Norden Schottlands, bis in die Karibik, vom Roten Meer bis zu den entlegendsten Winkeln im Pazifik bietet dieses Buch einen faszinierenden Einblick in die Geheimnisse des Wracks.

Mit diesem Buch liegt ein schöner, aufwendig gestalteter Bildband mit schönen Fotografien vor, die etwas vom Zauber vermitteln, der von gesunkenen Schiffen ausgeht. Neben Texten zur Geschichte der Schiffe finden sich auch erstklassige Tauchplatzskizzen. Dargestellt sind Wracks der Karibik (z.B. die "Captain Keith Tibbets" oder die "Rhone"), die deutschen und britischen Kriegsschiffwracks von Scapa Flow, zahlreiche Wracks des Mittelmeeres - am interessantesten hier wohl der Supertanker "Haven" - und das Rote Meer mit wohlbekannten Schiffen wie der "Carnatic" und der "Thistlegorm". Die Malediven sind mit den beiden Wracks des "Shipyards" vertreten, der Pazifik mit dem Schiffsfriedhöfen von Truk und Rabaul; last but not least folgt die "Yongala" als Vertreterin Australiens. Über die Auswahl kann man natürlich diskutieren - mir etwa fehlen Vertreter von Wracktauchparadiesen wie North Carolina ("Papoose"), Kroatien ("Baron Gautsch"), Malta ("Um El Faroud") oder der Ostsee ("Jan Heweliusz") - das Beste ist halt wie überall Geschmackssache.

Kritisch anzumerken ist allerdings, das die Qualität der Texte nicht mit der der Bilder mithalten kann - hier fallen einem einige unnötige Schlampigkeiten auf. So ist etwa von "Truck Lagoon" (statt Truk) die Rede, Montgomery soll zum Zeitpunkt der Versenkung der "Thistlegorm" die britische Afrikaarmee geführt haben (tatsächlich übernahm er das Kommando fast ein Jahr später); ebenso wenig war Deutschland im 1.Weltkrieg mit den Japanern verbündet und übergab ihnen deshalb seine Kolonie Truk (tatsächlich kämpften die Japaner gegen Deutschland und besetzten seine Pazifik-Kolonien). Etwas mehr Sorgfalt hätte hier sicher nicht geschadet... Trotzdem - angesichts der Qualität der Abbildungen sieht man gerne über solche Pannen hinweg. Für Taucher und Wrackenthusiasten sehr empfehlenswert! (Amazon-Rezension)

 
 
 

Niedere Tiere, Mittelmeer und Atlantik
Peter Wirtz, Helmut Debelius 2003. Jahr Verlag

Genau wie der "Fischführer Mittelmeer und Atlantik" von Debelius ein geniales Buch um einfach mal nachzuschlagen was man gerade Unterwasser gesehen hat. Vielleicht nicht geeignet für Meeresbiologie Profis, aber für den Laien und Durchschnitts-Taucher sehr interessant!

Aufgebaut nach verschiedenen Arten der "Niederen Tiere", unter anderem: Krebse, Krabben, Korallen, Quallen, Kraken, Muscheln, Würmer, Nacktschnecken... und vieles mehr. Für jedes Exemplar gibt es Informationen zur Größe und hauptsächlichem Vorkommen, oft werden interessante Details beschreiben.

Es lässt sich also sagen: Wenn's Richtung Mittelmeer geht, sollte es in keinem Tauchgepäck fehlen! Ergänzend dazu gibt es den "Fischführer Mittelmeer und Atlantik". Mit der Kombination sollte man als Biologie Laie die Möglichkeit haben, so einige gesehene Exemplare zu bestimmen und näheres darüber zu erfahren. (Amazon-Rezension)

 
 
 

Sanfte Riesen. Das rätselhafte Sterben der Meeresschildkröten.
Osha Gray Davidson. 2003. mare Verlag

Als Osha Gray Davidson vor Jahren im so genannten Turtle House vor Maui tauchte, entdeckte er am Meeresboden einen imposanten Fels - und traute seinen Augen nicht, als der vermeintliche Steinbrocken plötzlich zu schweben begann. Vor ihm erhob sich, sanft und majestätisch, eine Meeresschildkröte, die ihn freundlich und neugierig betrachtete. Über dieser bewegenden Begegnung lag der Schatten einer Bedrohung, deren Geschichte zurückgeht bis in den Dezember 1936. Damals machte der Kurator des New Yorker Aquariums eine seltsame Entdeckung: Der Körper einer Meeresschildkröte war mit Auswüchsen übersät. Er gab der Krankheit einen Namen - Fibropapillomatose, kurz "FP" -, ihr Rätsel aber löste er nicht.

Knapp 70 Jahre später geht das Gespenst FP in allen Weltmeeren um Meeresschildkröten auf dem ganzen Globus verenden an einer Epidemie, die ratlos macht. Osha Gray Davidson erzählt von dem verzweifelten Bemühen, einem mysteriösen Feind Einhalt zu gebieten, und nähert sich dabei den sanften Riesen auf sehr persönliche Art. Er erzählt uns von den Menschen, die ihr Leben den Schildkröten verschrieben haben, die sie in einer eigens gegründeten Rettungsstation pflegen. Und er nimmt uns mit zu den Tieren selbst: zu den übermütigen Halbstarken und den weisen Großmüttern, zum treuen Clothahump und zu Buddy, der in der Station gerettet wird. Zum ersten Mal erfährt das dramatische Schicksal der Meeresschildkröten eine umfassende und wissenschaftlich fundierte Darstellung. "Sanfte Riesen" ist sowohl ein liebevolles Porträt der archaischen Meeresbewohner als auch ein alarmierendes Plädoyer für einen veränderten Umgang mit den Ozeanen - in denen es vielleicht schon bald keine Meeresschildkröten mehr gibt. (Klappentext)

 
 
 

Ostsee. Das Meer in unserer Mitte.
Christoph Neidhart 2003. mare Verlag

Die Ostsee ist das einzige Meer, dessen Anrainerstaaten allesamt zu Europa gehören. Und dennoch: Weil uns für ein paar Jahrzehnte ein Großteil des Ostseeraums hinter dem Eisernen Vorhang vor tieferen Einblicken verborgen wurde, war uns vieles rund um dieses "Meer in unserer Mitte" in den letzten Jahrzehnten aus dem Blickfeld geraten.

Doch die über viele Jahrhunderte zuvor gewachsenen Gemeinsamkeiten sind durch die Jahre der Trennung nicht weniger geworden. Und nachdem Polen und die baltischen Staaten unmittelbar vor dem Eintritt in die Europäische Union stehen, wird man hier zu Lande dem Ostseeraum wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Und die hat er verdient! Nicht nur viele erkundenswerte Reiseziele hat die Ostsee zu bieten, deren deutsche Seebäder sich heute zu neuem Glanz aufputzen. Auch kulturell hat Europa dieser vielgestaltigen Region viel zu verdanken: die Philosophie Kants oder Kierkegaards etwa, die Musik Griegs oder Sibelius', die Literatur Strindbergs oder Ibsens und, und, und.

Christoph Neidhardt hat die Länder, Städte und Inseln des Ostseeraums aus vielerlei Perspektiven in den kundigen Blick genommen und berichtet lesenswert von vielen verschiedenen Orten in und an der See der Idyllen und Ideen. Von den verschiedenen Sitten und Bräuchen, vom Trinken und Essen, vom Schwitzen in Saunen und von den Wellen der Macht, die rund um und in der Ostsee bisweilen heftiger tosten als die Meereswellen es je taten. (Amazon-Rezension)

 
 
 

Mittelmeer. Bd. II/1: Bestimmungsführer (Bakterien, Mikroflora, Mikrofauna, marine Flora und ursprünglichere Taxa der marinen Fauna)
Robert Hofrichter (Hg.). 2003. Spektrum Akademischer Verlag

Rezension:

"Fragen zum Mittelmeer? In diesem Werk finden Sie die Antworten!" - so wirbt der Verlag für das dreibändige Kompendium zu Naturgeschichte und Ökosystem des mediterranen Raums mit dem schlichten Titel "Das Mittelmeer". Rund 100 FachwissenschaftlerInnen arbeiten unter der Federführung des Salzburger Meeresbiologen, Wissenschaftsjournalisten und Naturfotografen Robert Hofrichter am Zustandekommen des Werks, das zum Standardwerk der Mittelmeerkunde im deutschsprachigen Raum werden soll.

Bereits im Dezember 2001 ist der allgemeine Band 1 erschienen: Er enthält eine beeindruckend umfangreiche Einführung in Geologie, Entstehungsgeschichte, Geographie, Klima, Ökologie und Ozeanographie des Mittelmeeres. Zahlreiche sinnvoll eingesetzte Illustrationen und Tabellen helfen bei der Veranschaulichung eines enorm breiten Spektrums an Informationen. Auch die bedrohlichsten Gefahrenquellen - darunter nicht zuletzt der Massentourismus - werden einschließlich statistischer Kennzahlen Punkt für Punkt abgehandelt.

2003 ist mit Band 2 der Bestimmungsführer - von den Bakterien bis zu den niederen Tieren - erschienen. Und das sind 859 Seiten geballte und kenntnisreiche Informationen zu den marinen Organismengruppen im Mittelmeer. Nicht nur, dass die wichtigsten Vertreter der einzelnen Tiergruppen durch einen guten Bestimmungsschlüssel (und durch die erstklassigen Fotografien) leicht zu identifizieren sind, sondern die jeweiligen Experten bieten dazu noch eine übersichtliche Einführung in die Systematik und Ökologie der jeweiligen Tiere.

Etwa 60 informative Zusatztexte komplettieren den Nutzen dieses lesens- und wissensreichen Lexikons. Von den "Viren im Meer - Ein Faktor für das globale Klima" bis zur "Gelatinöse Bedrohung: Eine folgenschwere Invasion in das Schwarze Meer" geben die Exkurse genug Lesestoff und Anregung sich mit dem ariden Nebenmeer und deren Lebewesen eingehender zu beschäftigen. Etwa drei Jahre hat die Arbeit an diesem Buch gedauert und den mehr als 100 Experten ist ein wirklich bahnbrechendes Standardwerk zur Mittelmeerfauna gelungen. Fragen zu Tieren im Mittelmeer? Die Antworten finden Sie in Ihrem Bücherregal.

 
 
 

Unsichtbare Welten
France Bourely. 2002. Gerstenberg Verlag

Die Unendlichkeit des Mikrokosmos können wir, genau wie die Weiten des Universums, allenfalls mit Mikroskop oder Teleskop - und der Fantasie - bereisen. Und hier wie dort offenbart sich vor allem eines: die unglaubliche Schönheit der Natur in Maßstäben, die dem bloßen Auge verborgen bleiben.

In diesem opulenten Buch zeigt France Bourély, ihres Zeichens "kontemplative Biologin" und mehrfach ausgezeichnete Fotografin, die Welt aus der Perspektive des Elektronenmikroskops und ergründet mit technischer Raffinesse die mathematische Präzision, mit der die Natur auf kleinstem Maßstab konstruiert - dort, wo dem Organischen das Organische mitunter nicht mehr anzusehen ist.

In dem kühlen, ganz in Schwarz-Weiß gehaltenen Layout treten die ohnehin dreidimensional wirkenden elektronenmikroskopischen Aufnahmen beinahe aus den Seiten heraus und scheinen zum Greifen nahe. Daraus ergibt sich eine Unwirklichkeit, die das Bedürfnis weckt, die Dinge in die bekannte Welt zu übertragen. Also kommt die Baumwanze - so sieht es jedenfalls aus - mit einem Doktorhut daher und trägt feine Brüsseler Spitze. Insektenaugen erscheinen nun wie Kuppeln moderner Galerien, das Hinterteil einer Mücke wird zum strahlenden Gesicht und die männlichen Geschlechtsteile des Erdbeerbaums sehen aus wie weibliche Brüste.

Begleitet werden die Bilder von Texten, die mit viel Fantasie das Unsichtbare beschreiben, die das Wissenschaftliche wiedergeben, vor allem aber den Blick auf die geheimnisvolle Schönheit lenken - ohne dabei ins Esoterische zu geraten. Bourély macht mit der Kamera, was Ernst Haeckel einst mit Stift und Feder zu Papier brachte. Und sie zeigt, wie er, die grandiose Ästhetik des funktionellen Designs, die der eines Uhrwerks gleicht oder der filigranen Konstruktion einer Brücke. (Amazon)

 
 
 

Top Diving. Die faszinierendsten Tauchreviere der Welt.
Angelo Mojetta, Andrea Ghisotti. 2003. Collection Rolf Heyne

Atemberaubende Fotografien präsentieren die schönsten Tauchreviere der Welt: von Korsika, Italien und Spanien über die berühmten Ziele am Roten Meer bis zu den exotischen Meeren Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Spektakuläre Fotografien und informative Texte berichten von Riffen, verborgenen Schiffswracks sowie der artenreichen Flora und Fauna der Meere. Eine große Übersichtskarte, detaillierte Angaben über Strömung, Wassertemperatur, beste Tauchsaison und Tauchtiefe machen dieses einzigartige Buch zu einem absoluten Muss.
(Amazon)

 
 
 

Haie. Die scheuen Räuber der Meere
Peter Benchley. 2003. mare Verlag

mare Rezension:

Erinnern Sie sich: In einer Sommernacht schwimmt eine junge Frau an der Küste des kleinen amerikanischen Badeortes Amity im Mondlicht ins Meer hinaus, lacht, winkt ihrem Freund, der betrunken am Strand liegengeblieben ist, - und wird plötzlich in die Tiefe gerissen.

So beginnt "Der Weiße Hai", der 1975 in die Kinos kam. Peter Benchleys Weltbestseller wurde zum Blockbuster, der das unbeschwerte Verhältnis der Menschen zum Meer und seinen Bewohnern für immer veränderte. Die Urangst vor der Gefahr aus der Tiefe hatte ein furchterregendes Gesicht bekommen. Die Zahl der Badegäste ging drastisch zurück. Doch während das Buch in 27 Ländern erschien und an Europas Stränden den gleichen Horror wie in Japan und Australien auslöste, wurde Peter Benchley bewusst, dass er mit einem Thriller zu Weltruhm gelangte, in dessen Mittelpunkt ein Tier stand, über das kaum jemand wirklich etwas wusste.

Er hatte ein Monster geschaffen - aber hatte der Hai das verdient? Mit schlechtem Gewissen begann Peter Benchley, das Verhalten von Haien zu erforschen, und unternahm über 25 Jahre hinweg immer wieder Tauchgänge, um dem Tier von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.

Das Ergebnis ist "Haie", ein Buch, in dem Peter Benchley seine Erlebnisse mit Weißen Haien erzählt, die bis zu sieben Meter messen, tausende von Zähnen haben und die Spitzengeschwindigkeit eines Atom-U-Bootes erreichen; die über einen Monat ohne Nahrung auskommen können; die ersticken, wenn sie nicht permanent in Bewegung bleiben - und die niemals gezielt einen Menschen angreifen würden. "Haie" bringt uns auf den neuesten Stand der Haiforschung und ist ein packender Bericht darüber, wie Peter Benchley selber erlebte, dass sein Romanmonster die Faszination des wirklichen Tieres nicht annähernd erreicht.

 
 
 
Warnsignale aus Nordsee & Wattenmeer
J. Lozan (Hrsg). 2003. Direktbestellung bei "Wissenschaftliche Auswertungen", Imbekstieg 12, D-22527 Hamburg, E-Mail: JLLozan@t-online.de

Aus dem Klappentext:

Die Nordsee ist mit einer Fläche von ca. 750 000 km2 und einem Einzugsgebiet von über 840.000 km2 (ohne Ostsee), in dem mehr als 185 Millionen Menschen aus zwölf europäischen Nationen leben, das wichtigste Randmeer des Nordostatlantik.

Nach wie vor stehen die Nordsee und der Zustand ihres Ökosystems im Zentrum des Interesses aller Anlieger nicht nur wegen ihrer ökologischen Bedeutung, sondern auch aufgrund ihrer vielseitigen Nutzung; sei es durch die Produktion von Nahrung, die Gewinnung von Energie und Rohstoffen oder andere Nutzungsmöglichkeiten wie als Wasserstrasse oder Erholungsgebiet. Nach jahrelangen Bemühungen zur Verringerung der Schadstoffbelastung findet der Leser im vorliegenden Buch die neuesten Ergebnisse zur aktuellen Umweltsituation in der Nordsee. Dazu gehören auch Informationen zur Gewinnung von Offshore-Windenergie und mögliche Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere, zum Robbensterben 2002 sowie zu Folgen des Elbe-Hochwassers im selben Jahr. Ein abschließendes Kapitel befasst sich mit der Frage, was getan werden soll, um die Nordsee angemessen zu überwachen, gegen Missbrauch zu schützen und auch ihre Biodiversität in Schutzgebieten zu erhalten. Insgesamt haben sich über 120 Fachleute an diesem Werk beteiligt.

 
 

Die Speisung der Finsterlinge
Lars Abromeit. GEO-Heft 12 /2002

Eingerahmt in die gängigen faszinierenden Bilder von Tiefseetieren von BBC, MBARI und Co. widmet sich dieser Artikel der Nahrungsbeschaffung in der Tiefsee. Abromeit befand sich mit auf Expedition an Bord der "Hakon Mosby", bei der die Wissenschaftler Ulf Bramstedt und Marsh Youngbluth der Vertikalwanderung der Tiefseequalle Periphylla periphylla auf die Spur kommen wollten. Eine gelungene Reportage der Überlebensstrategien einiger Tiefseetiere.

 
 
 

Der unsichtbare Kontinent. Die Entdeckung der Meerestiefe.
Robert Kunzig 2002. mare Verlag.

mare Rezension:

Stellen Sie sich vor, Sie blicken eines Morgens aus dem Fenster und sehen Quallen. Nicht die üblichen Singvögel, sondern einen Himmel voller Quallen und Salpen, die Plankton fangen. Hin und wieder gleitet lautlos ein Hai oder Tunfisch vorbei; hin und wieder leuchtet eine der Quallen wie ein überdimensionales Glühwürmchen auf. Robert Kunzig hat diesen "Himmel" erforscht. "Der unsichtbare Kontinent" versammelt die neuesten Erkenntnisse aus dem Inneren unserer Ozeane und wurde mit dem Aventis-Wissenschaftspreis 2001 ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: "Dieses Buch eröffnet uns leidenschaftlich, überraschend und wissenschaftlich fundiert eine völlig neue Welt. Noch nie wurde so spannend von den Geheimnissen der Tiefsee erzählt."

 
 

Drei Meilen tief.
James Hamilton-Paterson. 2001. btb

Aus dem Klappentext:

Irgendwo auf dem Meeresboden des Atlantik liegen zwei Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg: ein japanisches U-Boot und die "SS Aurelia". Sie sind nicht gleichzeitig gesunken und auch nicht an der gleichen Stelle zu finden Aber sie haben eines gemeinsam: sie hatten beide mehrere Tonnen Gold an Bord. Im Oktober 1994 wurde Hamilton-Paterson gefragt, ob er sich dem "Projekt Orca" anschließen wolle, einer Gruppe von Leuten, die nach den versunkenen Schiffen und dem Schatz suchen wollten. Für ihre Expedition charterten sie das russische Forschungsschiff Keldysch samt seiner Besatzung von Ozeanographen und den berühmten "MIR"-Tauchbooten, die schon beim Filmen der Titanic zum Einsatz gekommen waren.

Das Buch ist mehr als nur die Geschichte einer Schatzsuche. James Hamilton-Paterson, der großartige Biograph des Meeres, der Poet der Sachlichkeit, wie die Kritik ihn nennt, erzählt von dem faszinierenden Erlebnis, in einer winzigen Tauchkugel schwerelos hinabzusinken