graues korallenriff mit lila-pinken und orangenen Sprenkeln

© Corriero G., Pierri C., Mercurio M. et al. / Wikimedia Commons (CC-BY-4.0)

Obwohl es in der Vergangenheit viele Korallenriffe im mediterranen Raum gab, existieren dort heute nur noch wenige. Vor Italiens Küste gibt es nun 30 – 50 Meter unter der Wasseroberfläche wieder ein Korallenriff. Italienische Wissenschaftler:innen berichten im Magazin Nature, dass es sich bei dem mindestens zweieinhalb Kilometer langen Korallenriff um das einzige mesophotische Korallenriff im Mittelmeer handelt. Dieses Korallenriff befindet sich in der unteren Schicht der durchlichteten Zone, in der nur noch Restlicht durchdringt.

Kaltwasserkorallen sind weitgehend unerforscht. Lange Zeit wusste man nichts von ihnen und hielt sie für eine Mär. Es war einfach unvorstellbar, dass Korallen auch ohne Licht und Zooxanthellen, die Photosynthese betreiben, überleben können. Dabei ist das größte zusammenhängende Korallenriff der Welt ein Kaltwasserkorallenriff, das von Marokko bis nach Spitzbergen reicht. In letzter Zeit werden immer mehr Kaltwasserkorallenriffe entdeckt, sodass nun klar ist, dass diese kein Randphänomen darstellen.

Forscher:innen sehen in mesophotischen Korallen-Ökosystemen, die zu den Kaltwasserkorallen gehören, zudem das Potenzial, dass Korallen trotz steigender Meerestemperatur Bestand haben werden. Da Kaltwasserkorallen nicht auf Sonnenlicht angewiesen sind, können sie in großer Tiefe leben – anders als die in flachen und lichtdurchfluteten Bereichen lebenden tropischen Korallen. In größerer Tiefe wird jedoch noch nicht der Toleranzbereich der Korallen bezüglich der Wassertemperatur überschritten. Dies lässt Forscher hoffen, dass zumindest Kaltwasserkorallen überleben können, wenn wir den Temperaturanstieg begrenzen.

Den Artikel Wissenschaftler:innen haben das erste mesophotische Korallenriff Italiens entdeckt von Seyda Kurt vom 12.03.2019 findet ihr bei Ze.tt.
Ausführlicher ist der Artikel Erstes mesophotische Korallenriff in der Adria entdeckt von Tobias Möser vom 15.03.2019 auf der Internetseite des Netzwerks für Kryptozoologie.
Den Originalartikel findet ihr bei Nature.
Zur Temperaturtoleranz informiert der Artikel Korallen passen sich dem Klimawandel an von Spektrum von Kerstin Viering vom 24.10.2016.

Anhand der Kaltwasserkorallen lassen sich auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane gut erkennen. Wie, erfahrt ihr in dem Blogbeitrag Kaltwasserkorallen dokumentieren Umweltveränderungen.

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